MS Arcona

Auf einen Blick

Baujahr: 1905
Länge: 25,44 m
Breite: 4,68 m
Tiefgang: 1 m
Werft: Gebrüder Maass, Neustrelitz

Kauf oder Miete möglich.

Preis und Pacht verhandelbar.

Wissenswertes

Eigner

MS Arcona

Arthur Fischer

Akazienstraße 5 in 10823 Berlin

Funk: 0176 - 120 21 390
Tel.: 030 – 60 50 18 36
Fax: 030 - 60 50 18 68
St.-Nr.: 053/203/07165
Mail: arcona@nickname.berlin.de
Internet: www.ms-arcona.de

Historie

Das Schiff wurde 1905 auf der Werft Gebrüder Maass/Neustrelitz als kombinierter Schleppdampfer für den in Fürstenwalde beheimateten Reeder A. Vowe erbaut. Bis zum ersten Weltkrieg lief das Schiff unter dem Namen „Hoffnung“, später unter „Cäcilie“.
Für Heeresdienste eingesetzt, erlebt es im Verlauf des Krieges eine wechselvolle Geschichte, deren Stationen heute nicht mehr exakt rekonstruierbar sind. Im Jahre 1928 erwarb der Reeder Karl Grasnick das Dampfschiff von dem Brandenburger Schiffseigner Page und gab dem Schiff den Namen „Arcona“.

Der erste entscheidende Eingriff in die äußere Gestaltung erfolgte in der Mitte der dreißiger Jahre mit dem Aufbau eines die Fahrgäste schützenden Deckhauses über das Mitt- und Achterschiff. In dieser Ausführung überstand die „Arcona“ den zweiten Weltkrieg ohne nennenswerte Beschädigungen und gehörte zu den ersten Schiffen, die damals wieder für den Personen- und Ausflugsverkehr eingesetzt werden konnten. 1959 übernahm der Sohn des bisherigen Eigners, Karl-Heinz Grasnick, das Schiff. Er stand zehn Jahre später vor der Wahl, eine vollständige Rekonstruktion des Kessels und der Maschinenanlage vornehmen zu lassen oder den Antrieb auf eine Verbrennungsmaschine umzurüsten. Da der Dampfer „Arcona“ zu dieser Zeit bereits das letzte unter Dampf stehende Personenschiff war und wirtschaftliche Gesichtspunkte erdrückende Argumente lieferten, fiel die Entscheidung zu Gunsten des Einbaus einer Verbrennungskraftmaschine, der dann 1969/70 erfolgte.

Ein halbes Jahrzehnt später übernahm die „Weiße Flotte“ Berlin die „Arcona“. 1993 kaufte Karl-Heinz Grasnick das Schiff wieder zurück und beförderte bis 2007 Fahrgäste in und um Berlin. Ende 2007 kaufte Arthur Fischer die Arcona und vermietete das Schiff nach kleineren Umbaumaßnahmen bis 2012 als Bar- und Restaurantschiff. Ab Mitte 2012 fanden eine komplette Grundsanierung und komplette optische und technische Modernisierungen des Schiffes statt. Seit 16.07.2015 steht die MS-Arcona endlich wieder für kleine und große Gesellschaften als einzigartiges Eventschiff (bis 100 Personen) zum Chartern (www.schiffskontor.de) bereit.

Ehemalige Einsatzrouten:

In den ersten Jahrzehnten fand das Schiff vorwiegend als Schlepper Verwendung, da die damals noch weit stärker von der Witterung abhängige Personenschifffahrt für kleinere Reedereien, besonders außerhalb der städtischen Ballungsgebiete kein lohnendes Geschäft boten. Sein Einsatz konzentrierte sich zu jener Zeit vorwiegend auf die Gewässer der Spree und der Havel. Eine Ausnahme bildeten die Jahre des ersten Weltkrieges; damals befuhr der Schlepper auch französische und niederländische Wasserstraßen. Mit dem Schiffseignerwechsel im Jahre 1928 erhielt die „Arcona“ einen festen Liegeplatz für die folgenden zwei Jahrzehnte am Gröbenufer nahe der Oberbaumbrücke. Von hier startete das Schiff zu Tagesfahrten nach Werder, zum Möllensee, Stienitzsee und zu den Dahmeseen; aber auch zu Fernfahrten Richtung Brandenburg oder Oderberg. Diese Routen umfassten zumeist drei Tage und schlossen Übernachtungen in Hotels der Zielorte ein.